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Nationalsozialismus

Ca. 17.500-20.000 Zwangsarbeiter*innen aus 29 Nationen, zehn Barackenlager, vier Siedlungen, 650 Bunker und Werksgebäude mit einem ausgedehnten Schienen- und Rohroberleitungsnetz auf ca. 1000 ha Wald- und Ackerfläche - das sind die Schreckensdimensionen der Sprengstoffwerke Allendorf der DAG und WASAG. Zwischen 1938 bis 1945 kontinuierlich ausgebaut, war dieser Rüstungsstandort das größte Sprengstoffwerk Europas und eine der Hauptstützen der Rüstungsindustrie des deutschen Nationalsozialismus, eine "Rüstungshauptstadt" des Hitler-Regimes.

Die Dauerausstellung des DIZ im historischen Verwaltungsgebäude der DAG dokumentiert hauptsächlich diesen Teil der deutschen Geschichte. Zu den Räumen über die Sprengstoffwerke und die angeordnete Zwangsarbeit gehören auch Informationen über das alte Dorf Allendorf in der Nähe des historisch so genannten Herrenwaldes, dem eigentlichen Standort des Werkes.

Als Baudenkmal ist das DAG-Verwaltungsgebäude und ehemaliger NS-Repräsentationsbau selbst auch Teil der politischen Bildung am DIZ. Mit diesem Gebäude handelt es sich um einen Täterort. Opferorte sind die Gedenkstätte KZ-Außenlager Münchmühle und die Bombenfüllstelle B als Außenstandorte des DIZ.

Seit April 2024 organisiert das DIZ Stadtallendorf in Kooperation mit der Stadt Debrecen (Ungarn), dem Geburtsort der Holocaust-Überlebenden und ehemaligen Zwangsarbeiterin in den Sprengstoffwerken Allendorf Eva Fahidi-Pusztai (1927-2023) in Erinnerung an die Ehrenbürgerin von Stadtallendorf das Eva Fahidi Dialog-Programm.